TSV Auerbach

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TSV Auerbach | 06.06.2026

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Saisonrückblick 2025/26 – 1. Mannschaft

Abstieg in die A-Klasse

Die Befürchtungen, die sich bereits vor dem Start der letzten Saison breitmachten, wurden leider bittere Realität: Nach zwölf Jahren in Karlsruhes höchster Spielklasse und exakt zehn Jahre nach dem dramatischen Ausscheiden in der Relegation zur Landesliga steigt der TSV wieder in die A-Klasse ab. Bereits in der Hinrunde hatte die Mannschaft nach dem Karriereende von Felix Wildenhayn und den Abgängen von Valentin Hauser (1. FC Ersingen) und Samuel Dollmann (SV Königsbach) trotz einiger Neuzugänge immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen. Verletzungen, Krankheiten, berufliche und teils private Abwesenheiten belasteten den ohnehin schmalen Kader zusätzlich. Zwar zeigte das Team phasenweise ordentliche Leistungen und konnte gegen starke Gegner vereinzelt Achtungserfolge erzielen, insgesamt fehlte jedoch häufig die nötige Konstanz. Mehrere knappe Niederlagen, mangelnde offensive Durchschlagskraft sowie eine ausbaufähige Chancenverwertung und immer wieder Pech mit Entscheidungen der Unparteiischen in spielentscheidenden Situationen verhinderten eine bessere Punktausbeute. Den wenigen Lichtblicken, dem ersten Punktgewinn gegen Grünwettersbach, dem ersten Saisonsieg gegen den FV Malsch und einem weiteren Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Friedrichstal, standen zahlreiche Rückschläge gegenüber. So überwinterte der TSV mit sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und stand zur Winterpause bereits unter Zugzwang, um die Chance auf den Klassenerhalt in der Rückrunde aufrechtzuerhalten.

Dass dies ein mehr als schwieriges Unterfangen werden würde, zeigte sich bereits im ersten Spiel des Kalenderjahrs 2026 beim ASC Grünwettersbach, wo der TSV zwar streckenweise gut mithielt, am Ende aber böse unter die Räder kam. Hätte man in der Folgewoche einen starken Auftritt in Unterzahl beim TSV Schöllbronn mit dem ersten Auswärtsdreier der Saison belohnt, wäre vielleicht nochmal Hoffnung aufgekeimt. Ein Eigentor in der Nachspielzeit raubte uns aber zwei zu diesem Zeitpunkt wichtige Zähler und die folgenden drei Niederlagen ließen uns tief im Tabellenkeller verharren. Zwar konnte die Bernecker-Elf im Kellerduell mit der SSV Ettlingen Mitte April endlich mal wieder dreifach punkten und das erste gegentorlose Spiel verzeichnen, doch beim FV Malsch, gegen den TV Spöck, in Forchheim und gegen Neureut war das Glück wieder nur auf Seiten der Gegner, womit der Abstieg bereits mehrere Wochen vor Saisonende besiegelt war. Aufgeben wollte sich das TSV-Team aber keineswegs und kam beim Mitabsteiger in Friedrichstal sowie gegen Kleinsteinbach noch zu vier Punkten, bevor das letzte Saisonspiel in Berghausen deutlich verloren wurde. Der Abstieg in die A-Klasse ist zweifellos ein schmerzhafter Einschnitt für den TSV Auerbach. Nach vielen Jahren auf Kreisliga-Niveau endet damit eine lange Ära, die von zahlreichen sportlichen Erfolgen und unvergesslichen Momenten geprägt war. Dennoch gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten. Trotz aller Rückschläge hat die Mannschaft in der vergangenen Saison stets Moral bewiesen, nie aufgegeben und bis zum Schluss um jeden Punkt gekämpft. Die kommende Spielzeit bietet die Chance auf einen Neuanfang. Mit einer hoffentlich stabileren Personalsituation, einer intensiven Vorbereitung und dem festen Willen, die richtigen Lehren aus der vergangenen Saison zu ziehen, möchte der TSV in der A-Klasse wieder ein anderes Gesicht zeigen.

Saisonrückblick 2025/26 – 2. Mannschaft

Klassenerhalt für die Zweite

Auch unsere zweite Mannschaft musste sich 2025/26 erneut mit dem Thema Klassenerhalt beschäftigen. Nach dem Start in die neu geschaffene Kreisklasse B4 gelang es der Mannschaft von Sven Balzer zunächst nur selten, sich für ordentliche Leistungen mit Punkten zu belohnen. Gegen mehrere Teams aus dem oberen Tabellendrittel waren die Kräfteverhältnisse deutlich, dennoch zeigte die Reserve immer wieder Einsatzbereitschaft und hielt auch unter schwierigen personellen Voraussetzungen gut dagegen. Neben einigen achtbaren Auftritten gegen favorisierte Gegner sorgten mehrere Unentschieden für wichtige Pünktchen im Abstiegskampf. Der größte Erfolg der Hinrunde war der erste Saisonsieg im richtungsweisenden Kellerduell gegen Bad Herrenalb, der der Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen verschaffte. Insgesamt fehlte es zwar häufig an Konstanz und offensiver Durchschlagskraft, dennoch ließ das Team immer wieder erkennen, dass es in der Liga konkurrenzfähig sein kann. Mit sieben Punkten aus zwölf Spielen überwinterte die Reserve im unteren Tabellenbereich. Aufgrund eines kleinen Vorsprungs auf den einzigen Abstiegsplatz war die Ausgangslage zur Winterpause jedoch deutlich günstiger als bei der ersten Mannschaft, sodass die Chancen auf den Klassenerhalt weiterhin in den eigenen Händen lagen.

Als der Rückrundenauftakt in Grünwettersbach mit einer bösen 0:8-Schlappe endete, sahen einige Auerbacher Anhänger jedoch bereits Anfang März Grund zur Sorge. In der Folgewoche bezwang man den TSV Oberweier verdient mit 2:1 und trotzte dem TSV Etzenrot in einem wilden Derby ein 3:3 ab, bevor Aufstiegsanwärter TSV Spessart nur knapp die Oberhand am Mühlenweg behielt. Von Mitte April bis Anfang Mai folgte eine äußerst schwierige Phase für unsere Reserve, die in den nächsten fünf Spielen keinen eigenen Treffer erzielte und sage und schreibe 27 Gegentore hinnehmen musste. Auch im wichtigen Kellerduell in Herrenalb reichte es trotz zweimaliger Führung nicht zu einem Punktgewinn, doch im folgenden Derby gegen den VfR Ittersbach rehabilitierte sich die Balzer-Elf mit einem 1:1 gerade zum richtigen Zeitpunkt im Saisonendspurt und feierte am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Zum Rundenausklang lieferte unsere Reserve beim FV Ettlingenweier III mit einem schönen Auswärtserfolg noch einen gelungenen Abschluss und schickte den Gegner damit in die C-Klasse. Mit dem erneuten Klassenerhalt hat unsere Zweite ihr selbst gestecktes Saisonziel erreicht, was durchaus als Erfolg zu werten ist. Über die gesamte Saison hinweg war das Trainerteam immer wieder gezwungen, personell zu improvisieren und mit wechselnden Besetzungen anzutreten. Umso höher ist es einzuschätzen, dass die Mannschaft trotz aller Widrigkeiten nie auseinanderfiel und auch in schwierigen Phasen stets den Zusammenhalt bewahrte. Die Belohnung dafür ist ein weiteres Jahr B-Klasse, Glückwunsch Männer!