Redaktionelle Berichte | 10.06.2026
Aus einem Arbeiterprotest und einem Generalstreik in der DDR entwickelte sich spontan ein Volksaufstand, der blutig niedergeschlagen wurde. Die Bürgerinnen und Bürger protestierten gegen den Aufbau des Sozialismus. Die SED-Regierung hatte die Arbeitsnorm erhöht, viele bekamen weniger Lohn. Der Begriff „Arbeitsnorm“ beschreibt das vom Staat vorgegebene Arbeitspensum. In Ost-Berlin gestartet ergriff der Streik das Land. Rund 600 Betriebe legten in der DDR ihre Arbeit nieder, z.B. in Leipzig und Dresden. Der sozialistische Staat schlug den Aufstand mit Hilfe der sowjetischen Armee nieder. Die Folgen: mehr als 50 Tote und 10.000 Festnahmen.
Quelle: Landeszentrale für politische Bildung
