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Redaktionelle Berichte | 23.06.2026

Wasserversorgung für Langensteinbach auch zukünftig gesichert

Neubaumaßnahme Hochbehälter Sallenjagen abgeschlossen

Es darf durchaus als Mammutprojekt in der Wasserversorgung für Karlsbad bezeichnet werden: der Neubau des Hochbehälters Sallenjagen im Wald zwischen Langensteinbach und Ittersbach. Vom Bauantrag Anfang April 2024 bis zur Einweihung im Juni 2026 sind nur etwas mehr als zwei Jahre vergangen. „Mit der Einweihung des Hochbehälters wird eines der größten Infrastrukturvorhaben der Gemeinde abgeschlossen“, so Bürgermeister Björn Kornmüller bei der Übergabefeier am Donnerstag, 18. Juni 2026. Neben Vertretern der beteiligten Baufirmen und des beauftragten Ingenieurbüros Leuze waren auch Gemeinderäte und fachlich verantwortliche Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung anwesend. „Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Dafür, dass es jederzeit und selbstverständlich beim Aufdrehen des Wasserhahns verfügbar ist, wird sehr viel geleistet. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist eine stabile und zukunftsfähige Wasserversorgung wichtiger denn je“, so Kornmüller weiter. Er freute sich auch darüber, dass das Projekt zeitlich schnell und kostenmäßig sehr gut „auf den Punkt“ gebracht wurde. Dank gebühre dem Gemeinderat, dem Ingenieurbüro Leuze, allen Bau- und Handwerksfirmen und besonders auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. „Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage hat die Gemeinde hier investiert. Auch Mittel für die verborgene Infrastruktur sind wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde“. Geschäftsführer Martin Leuze vom Ingenieurbüro Leuze aus Karlsruhe freute sich über die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Die sehr zuverlässige, schnelle sowie Kosten einhaltende Arbeit an diesem Projekt ist heute nicht mehr allgemeiner Standard“.

Neubau statt Sanierung

Für das Wasserprojekt wurden insgesamt 3,5 Millionen Euro investiert. Der Hochbehälter Sallenjagen mit einem Behältervolumen von 800 m³ wurde 1963 gebaut. Wegen des Baualters und der weit fortgeschrittenen Technik musste sich der Gemeinderat zwischen Neubau und Sanierung entscheiden.

In der Machbarkeitsstudie 2020 untersuchte das Ingenieurbüro Leuze diese zwei Alternativen: Neubau mit insgesamt 1.600 m³ Speicherinhalt im Vergleich zu Sanierung des bestehenden Behälters und zusätzlich 800 m³ erweitertes Speichervolumen. Der Neubau stellte sich als die wirtschaftlichere Variante heraus.

Bauwerk und Umgebung

Insgesamt wurden ca. 1.800 m² Fläche für den Neubau gebraucht. Es entstanden zwei Wasserkammern mit jeweils 800 Kubikmetern Fassungsvermögen. U.a. wurden für die Baugrube 3.200 m³ Erde ausgehoben, davon 120 m³ Fels. 2.670 m³ an Verfüllvolumen kam in die Baugrube wieder hinein. Für Rohrgräben mussten 650 m³ ausgehoben werden. Insgesamt 800 m³ Ortbeton und 190 t Betonstahl brachten die Baufirmen in das Infrastrukturvorhaben ein. Im Inneren ist eine gewaltige geflieste Fläche von 970 Quadratmetern entstanden. Die Wasserkammern sind vollkommen erdbedeckt und gegen das Gelände abgeböscht. Das Bauwerk fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein. Dafür erhielten die sichtbaren Seiten der Vorkammer u.a. eine ortstypische Buntsandsteinverblendung. Ende Mai wurde die neu verlegte Transportleitung Hochbehälter Spielberg / Hochbehälter Sallenjagen eingebunden. Sie ist ca. 710 Meter lang. Gleichzeitig wurde die Transportleitung Hochbehälter Ittersbach integriert und der Behälter in Betrieb genommen. Der Hochbehälter Sallenjagen versorgt über zwei Leitungen das SRH Klinikum Langensteinbach und den Hochbehälter St. Barbara. Für das Projekt musste eine Waldfläche von 100 mal 50 Meter gerodet und dauerhaft umgewandelt werden.

Alle Fotos: Gemeinde Karlsbad
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