Redaktionelle Berichte | 07.07.2026
Bei zwei Ortsterminen Ende Juni besichtigte Bürgermeister Björn Kornmüller Gebäude der Grundschule Langensteinbach und des ehemaligen Gemeindezentrums der evangelischen Kirche in Mutschelbach. Vertreter des Bau-, Planungs- und Umweltamtes, der Grundschule, der Schul- und Kindergartenverwaltung sowie des beteiligten Architekturbüros Adler + Retzbach begleiteten ihn dabei. „Die Gemeinde Karlsbad hat die Hausaufgaben im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem neuen Schuljahr gemacht. Es wurden insgesamt rund 2 Millionen Euro mit Hauptfokus in den Ortsteilen Langensteinbach und Mutschelbach investiert“, so Kornmüller.
Grundschule Langensteinbach
Mit dem Ausbau der Grundschule Langensteinbach investiert die Gemeinde kräftig. Der Schulstandort Langensteinbach soll sich so langfristig weiterentwickeln können. Projektziel ist, zusätzliche Kapazitäten für die Schulkindbetreuung zu schaffen. Die Grundschule ist jetzt auf die Anforderungen der Ganztagsnutzung vorbereitet. Zusammen mit dem Architekturbüro adler + retzbach aus Karlsruhe wurde ein Gesamtkonzept entwickelt. Die bestehenden Gebäude präsentieren sich funktional, energetisch und brandschutztechnisch modernisiert. Die räumlichen Strukturen sind zeitgemäß gestaltet. Die Kosten des Gesamtprojekts bewegen sich innerhalb des genehmigten Zeit- und Kostenrahmens: Bei den Maßnahmen in den Gebäuden 2-4 gemäß liegen die fortgeschriebenen Kosten bei 1.020.000 €. Die Betreuungsplätze in der Grundschule Langensteinbach konnten von 92 auf 162 erhöht werden. An der Volkshochschule werden zusätzliche Unterrichtsräume mit insgesamt 112m² Fläche entstehen.
Viele Einzelmaßnahmen greifen bei Gesamtkonzept ineinander
Im Rahmen des Projektes wurden neue Betreuungsräume geschaffen und die Verwaltungsbereiche modernisiert. Umfangreiche Maßnahmen dienen zum langfristigen Erhalt der Gebäudesubstanz. Hierzu zählen unter anderem Dachsanierungen, der Einbau einer Photovoltaikanlage, eine neue Gebäudetechnik sowie ein verbesserter Brandschutz. Neu organisiert sind auch die Nutzungen innerhalb des Schulstandortes. Dadurch profitieren auch die Grundschule und die am Standort ansässige Volkshochschule langfristig von verbesserten Rahmenbedingungen. Mit den abgeschlossenen Arbeiten in den Gebäuden 2, 3 und 4 ist ein wesentlicher Abschnitt des Gesamtprojekts umgesetzt. U.a. wurde im Gebäude 2 eine Fluchttreppe als zweiter
Rettungsweg für die Schulkindbetreuung eingebaut. Im Gebäude 3 entstanden im Dachgeschoss neue Flächen für die Schulkindbetreuung. Zusätzliche Dachfenster verbessern die Belichtung. Eine neue Küchenzeile ermöglicht pädagogische Angebote. Im Gebäude 4 sind die Verwaltungsräume im Erdgeschoss neu organisiert und modernisiert worden. Im Obergeschoss wurden zwei Räume für die Schulkindbetreuung erweitert. Gleichzeitig wurde das Dach saniert und angehoben, wodurch zusätzliche Flächen gewonnen wurden. Ferner ist eine Aufwärmküche eingebaut worden. Sie dient der zentralen Essensversorgung. Umgebaut sind außerdem die Sanitäranlagen im Obergeschoss. Zudem gibt es eine neue Fluchttreppe. Die IT ist modernisiert und zukunftsfähig ausgebaut.
Nächster Bauabschnitt betrifft Volkshochschulgebäude
Der nächste Bauabschnitt beginnt mit dem Start der Sommerferien. Er umfasst die Arbeiten am Gebäude 5 (Volkshochschule). Ebenso wird die Heizungsanlage erneuert. Ziel ist es, die Gebäudehülle bis zum Jahresende witterungsgeschützt fertigzustellen. Außerdem soll die neue Wärmepumpe rechtzeitig zur Heizperiode in Betrieb genommen werden. Zeitlich soll der Innenausbau im Frühsommer 2027 beendet sein. Bereits im Sommer 2027 soll der Betrieb dann komplett normal laufen. Die prognostizierten Kosten für den Bauabschnitt liegen aktuell bei 558.000 €. Grundlage hierfür sind die Vergabesummen der bereits vergebenen Hauptgewerke.
Mit dem vorerst letzten Sanierungsabschnitt wird das neue Gesamtenergiekonzept vervollständigt. Die neu sanierten Dächer wurden energetisch hochwertig gedämmt. und zusätzlich mit PV-Modulen mit einer Gesamtleistung von über 56 kWp belegt. Seit Inbetriebnahme der Anlage wurden bisher über 18.250 kWh Strom in das Netz eingespeist. Zusammen mit der neuen Wärmepumpe für die zentrale Wärmeversorgung werden sowohl die laufenden Kosten als auch der Energieverbrauch erheblich reduziert
Schulkindbetreuung im ehemaligen evangelischen Gemeindehaus Mutschelbach
Das frühere evangelische Gemeindehaus in Mutschelbach mit seinen Gemeinderäumen ist ein Glücksfall und ein ideales Gebäude zur Sicherung der Schulkindbetreuung im Ortsteil. Es liegt zentral und fußläufig zur Grundschule. Insgesamt ist es gut in Schuss und bietet auf zwei Stockwerken ein schönes Raumangebot. Die Räume konnten schnell und mit einem sparsamen Budget hergerichtet werden. Mit dem Planungsstart im März 2025 erarbeiteten die Beteiligten zügig ein gemeinsames Konzept. Dieses wurde im Rahmen einer behördlich genehmigten Nutzungsänderung und mit baulichen Anpassungen bis Ende September 2025 fertiggestellt. Charmante und lichtdurchflutete Räume verschaffen eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Diese wird den vielschichtigen Anforderungen an Hausaufgabenbetreuung und Entspannung gerecht.
Auf den beiden Ebenen Erdgeschoss und Untergeschoss können bis zu rund 50 Kinder betreut werden. Im Erdgeschoss befinden sich auf 226 qm Gesamtfläche 3 Räume. Im Untergeschoss sind nochmals rund 110 qm Fläche – verbunden mit einem direkten Zugang zum Innenhof. Die rund 40.000 € Baukosten sind eine gut angelegte Investition – die flexiblen Räume sind zukunftsoffen und ermöglichen langfristig ein breites pädagogisches Angebot.






