Hospizverein Karlsbad-Marxzell-Waldbronn (KMW) | 11.07.2026

Der Tod macht Angst – und genau deshalb sollten wir darüber sprechen
Es gibt Fragen, die wir gern auf später verschieben. Fragen, die Angst machen, die traurig stimmen oder die wir am liebsten gar nicht aussprechen möchten.
Eine dieser Fragen lautet: Was ist, wenn mein Leben oder das Leben eines geliebten Menschen zu Ende geht?
Allein der Gedanke daran kann unerträglich erscheinen. Viele Menschen vermeiden deshalb Gespräche über Sterben, Tod und Abschied. Das ist verständlich. Und doch wissen wir: Früher oder später werden wir alle mit diesen Themen in Berührung kommen – als Betroffene, als Angehörige, als Freunde oder Begleitende.
Gerade weil Sterben und Abschied zum Leben gehören, möchten wir als Hospizverein Karlsbad-Marxzell-Waldbronn dazu ermutigen, behutsam und offen über diese Erfahrungen zu sprechen. Nicht um Angst zu machen, sondern um Angst zu nehmen.
Denn niemand muss diesen Weg allein gehen.

Wenn ein Mensch schwer erkrankt ist, wenn Fragen, Sorgen und Unsicherheiten wachsen, stehen wir an der Seite der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Wir hören zu, begleiten und schaffen Raum für das, was in dieser Lebensphase wichtig wird: Würde, Menschlichkeit und Nähe.
Hospizarbeit bedeutet nicht, den Tod in den Mittelpunkt zu stellen. Hospizarbeit bedeutet, das Leben bis zuletzt ernst zu nehmen.
Vielleicht ist die Frage nach dem Ende des Lebens eine der schwierigsten überhaupt. Aber sie gemeinsam zu stellen und auszuhalten, kann entlasten. Denn wenn die Zeit des Abschieds kommt, zählt vor allem eines: nicht allein zu sein.
Der ambulante Hospizdienst des Hospizvereins Karlsbad-Marxzell-Waldbronn begleitet schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen – kostenlos und unabhängig von Herkunft und Konfession.
Unser Hospiztelefon. 07243 . 93 83 200
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