BUND Ortsverband Mittleres Albtal | 13.07.2026
Wenn Baldrian, Salbei und Malve verblüht sind und wir Frauenmantel und Lavendel schneiden, hat der Mönchspfeffer im Kräutergarten Waldbronn seinen großen Auftritt. Zwei Exemplare dieses dekorativen Strauchs sind seit nunmehr 10 Jahren im Kräutergarten zuhause. Obwohl der Mönchspfeffer aus dem mediterranen und westasiatischen Gebiet stammt, kommt er offenbar ganz gut mit unserem Winter – der ja auch nicht mehr ganz so kalt ist – zurecht.

Im Juli und August bildet er seine himmelblauen Blütenkerzen aus, die von Honigbienen und Wildbienen rege aufgesucht werden. Vor allem die Hummeln fühlen sich magisch angezogen. Platz in unserem Kräutergarten hat der Mönchspfeffer bekommen, weil er zu Heilzwecken genutzt wird. Die Früchte, die sich aus den blauen Blüten nach der Insektenbestäubung bilden, schmecken pfeffrig. Man sagt, dass sie geeignet wären, die sexuellen Triebe der Mönche im Zaum zu halten. Deshalb wurde der Mönchspfeffer häufig in den mittelalterlichen Klostergärten kultiviert. Heute wird er hauptsächlich in der Frauenheilkunde eingesetzt. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass er den weiblichen Zyklus stabilisieren hilft. Entsprechende Präparate kann man in den Apotheken erstehen.
Mehr über den Mönchspfeffer erfahren Sie auf der Homepage des Kräutergartens: www.kraeutergarten-waldbronn.de (Pfad: Pflanzen/Innere Organe, Stoffwechsel).
Noch beeindruckender ist natürlich der direkte Besuch des Kräutergartens im Kurpark Waldbronn (nahe bei der Musikmuschel), wo man die wunderbare, vielfältige Pflanzen- und Tierwelt „live“ erlebt!