VfR Ittersbach

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VfR Ittersbach | 20.07.2026

Nachruf

Der VfR Ittersbach trauert um

Ulrich „Uli“ Kappler

der nach langer schwerer Krankheit am 09. Juli im Alter von 60 Jahren verstorben ist.

Uli trat 1977 als elfjähriger Bub in den VfR ein und spielte einige Jahre Fußball in der Jugend. Auch wenn er etwas später dem Ball nicht mehr selbst nachjagen konnte, blieb er dem VfR und dem Fußball verbunden.

Uli war bereit Verantwortung zu übernehmen, wenngleich weniger als Funktionär. Die Ausnahme blieb das Vorstandsamt im Förderverein des VfR, welches er von 2016 bis 2025 inne hatte. Er führte den Verein ruhig und antiautoritär, agierte gemäß seines Naturells am liebsten im Hintergrund und stand seinen Mitstreitern jederzeit mit Ratschlägen, wenn notwendig aber auch mit mahnenden Worten zur Seite.

Uli war eher ein Macher, keiner der vorausrannte, aber einer der Lösungen suchte und fand. „Geht net, gibt’s net“ war sein Motto. Anstoßen, organisieren, Impulse geben war seine Stärke um dann zu begleiten, zu beobachten und auch mal anzutreiben. Aber wenn etwas fehlte, sei es Werkzeug, Material oder eine helfende Hand, dann war er zur Stelle.

Sportplatzbau, Clubhausumbau, Partyschirm, Sportfestküche, Dachsanierung, Neubau des Anbaus, Sanierung des Anbaus. Bei all diesen Baustellen war er dabei, als bloßer Helfer oder als maßgeblicher Antreiber. Dazu kamen viele kleine Projekte die er zusammen mit seinen Mitstreitern umsetzte. Der Smoker dürfte dabei das beliebteste Kleinprojekt gewesen sein.

Die Altpapiersammlung war viele Jahre ohne Uli nicht denkbar. In unzähligen Stunden hatte er einen alten Unimog umgebaut. Der gelbe „Ulimog“, selbstverständlich mit ihm am Steuer, denn niemand anders durfte ihn fahren, prägte die Sammlungen. Andere hätten das gute Stück versteckt, doch nicht Uli. Sein geliebtes Fahrzeug wurde im Dienste des VfR genutzt und dabei stolz präsentiert.

Daneben war Uli auch Gönner und Sponsor des häufig klammen Vereins.

Trotz seiner großen Leistung blieb die Treuenadel für 40 Jahre Mitgliedschaft, die ihm im Jahr 2024 verliehen wurd,e die einzige Ehrung. Aber auch das passt zu ihm. Auf so was legte er weniger Wert. Wichtiger war ihm die gemeinschaftliche Arbeit zum Wohle des Vereins. War der Verein in Not, wurde Hilfe gebraucht war Uli da. Auf Uli war immer 100-prozentig Verlass. Dabei hat er immer versucht andere mitzuziehen und zu animieren. Wir war ihm wichtiger als Ich.

Uli war ein respektierter, geachteter Mann. Ein wenig einschüchternd wirkte er im ersten Eindruck auf mich. Seine Worte waren immer flankiert von einem verschmitzten Lächeln, was dem was er sagte oft ein wenig die Härte nahm, nicht aber die Bedeutung und den Nachdruck. Und doch war sein Lächeln dabei immer ehrlich und ernstgemeint. Und wenn man ihn besser kennenlernte verblasste auch der erste Eindruck und wich seiner ganz besonderen Uli-Art.

Er war kein Bruddler, aber er war ein kritischer Geist. Er war kein Schwätzer aber er hatte etwas zu sagen.

So wie Waldorf und Statler, die berühmten, nörgelnden alten Herren aus der Muppet Show, bildete er mit seinem Freund Martin ein Paar, das sich humorvoll mit den VfR-Themen auseinandersetzte und sie durchaus bissig kommentierte. Der Unterschied war dann aber, dass sie die Kritikpunkte gleich selbst ausräumten.

Uli war ein echter Kappler. Die ganze Familie ist seit Jahrzehnten dem VfR verbunden. Großvater, Vater, Mutter, Onkel, Bruder, später seine Ehefrau Susi, alle waren und sind beim VfR. Alle vier Kinder spielten oder spielen Fußball beim VfR.

Uli trat in die Fußstapfen seines Vaters Roland und durfte sich oft anhören, diesen noch zu übertreffen, was teils anerkennend aber auch humorvoll kritisch gemeint war.

Uli war auch ein geselliger Typ, einer der gern Zeit im Kreis der Familie, mit Freunden und mit dem VfR verbrachte. Besonders bei den Aktivitäten der Jugend fehlte er nie. Familie, Zusammenhalt und Gemeinschaft waren ihm wichtig, füreinander einstehen. Das lebte er vor, das konnte aber auch mal schiefgehen, wenn der jüngste Sohnemann beim Ausflug der VfR-Jugend in der Wildwasserbahn sich schützend vor den Papa setzt. Am Ende blieb Uli nur an der Stelle trocken wo Silas vor ihm saß.

Uli feierte gerne mit, die zweite Halbzeit überließ er aber ebenso gerne anderen. Irgendwann, war er einfach weg…

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Susanne, seinen Kindern Dennis, Nora, Mario und Silas und allen Angehörigen.

Der VfR Ittersbach e.V.
Die Vorstandschaft und die Mitglieder