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Redaktionelle Berichte | 21.07.2026

Ein buntes Mosaik - Sommerfest der katholischen Gemeinde St. Barbara

Wie bunte Mosaiksteine ein schönes Bild ergeben, so fügten sich viele besondere Momente zu einem wunderschönen Sommerfest.

Am Sonntag, dem 19. Juli, hatte die katholische Gemeinde St. Barbara zum Sommerfest geladen. Zu feiern gab es einiges: 80 Jahre katholische Kirchengemeinde Langensteinbach, 75 Jahre Kirche St. Barbara, 25 Jahre Stehle-Orgel und ein Abschied: nach über 32 Jahren als Erzieherin im St. Franziskus Kindergarten, davon die letzten zwei Jahre als Leiterin, wurde Beata Mangler in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Wie ein Mosaik gestalteten verschiedene Menschen und Gruppen mit ihren Elementen einen stimmungsvollen Festgottesdienst. Dieser begann mit einem von den Kindergartenkindern schwungvoll vorgetragenem Lied „Einfach spitze, dass du da bist“ und gab damit das Motto vor: Einfach spitze, dass die Kirche voll wurde und dass so viele Menschen gekommen waren, diese besonderen Anlässe zu feiern. Getragen durch die musikalische Untermalung von Orgel, St. Barbara Chor, dem Kinder- und Jugendchor und dem Oktett feierte die Gemeinde einen Gottesdienst, der zeigte: wenn jeder sein Steinchen, seine Fähigkeiten und Begabungen einbringt, entsteht etwas wunderbares Großes. Pfarrer Torsten Ret legte in seiner Predigt zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen dar, dass wir manchmal lange warten müssen, bis wir wissen, wie die Saat, die wir säen, sich entwickelt. Das ging den Menschen vor 75 Jahren bei der Gründung der Diaspora-Gemeinde St. Barbara genauso wie den „KindergärtnerInnen, die ihre Sprösslinge pflegen“. 1946 gab es in Langensteinbach ca. 30 Katholiken. Durch Zuwanderung vieler Heimatvertriebener wuchs der Anteil der katholischen Gläubigen. In der Folge wurde vor 80 Jahren eine katholische Expositur, später eine Kirchengemeinde gegründet, die ab 1951 in der Kirche St. Barbara eine Heimat fand. Pfarrer Ret richtete den Blick auch darauf, dass Kirche schon immer Wandel unterworfen war. Auch aktuell befinden wir uns wieder in einer Phase des Umbruchs und auch gerade jetzt wird, wenn jeder seine Saat pflegt und jeder seine Begabungen einbringt, ein neues buntes Bild entstehen.

Berührend verlief auch der Abschied von Beata Mangler im Gottesdienst. In den Redebeiträgen von Frau Görgen vom Kindergarten, der Elternvertreterin Frau Günzel und Pfarrer Ret wurde deutlich, welch tragende Rolle sie in den letzten Jahrzehnten gespielt hat. Das zeigte auch die Wertschätzung durch die anwesenden Mitglieder der Kindergartengeschäftsführung. Im Gesamtbild des Kindergartenmosaiks wird das Steinchen von Beata Mangler fehlen.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Kirchengemeinde zum Sektempfang. Anne Kampker vom Gemeindeteam begrüßte unter allen Anwesenden die Herren Blum und Raab, sowie die Ehepaare Lepschy und Oechsler, die die Kirchengemeinde in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt und gestaltet haben. In seinem Grußwort überbrachte Bürgermeister Björn Kornmüller nicht nur die Glückwünsche der politischen Gemeinde zum Kirchenjubiläum, sondern hob auch die Bedeutung der katholischen Kirche in Karlsbad hervor. Neben dem St. Franziskus Kindergarten und dem St. Elisabeth Kindergarten, die als Bildungseinrichtungen eine große Rolle in der Gemeinde übernehmen, würdigte Herr Bürgermeister Kornmüller auch den Einsatz der Haupt- und der vielen Ehrenamtlichen, die für die Menschen in der Kirchen- und der politischen Gemeinde da sind und diese durch ihr Engagement stützen. Herr Bürgermeister Kornmüller nahm nicht nur als Vertreter der Gemeinde, sondern auch als ehemaliges Kindergartenkind von Frau Mangler Abschied, was für einen besonderen Moment sorgte. Berührend war auch das Grußwort von Dr. Matthias Maier, der aus persönlicher Erfahrung als langjähriges Mitglied des Kirchengemeinderats der evangelischen Kirchengemeinde Langensteinbach auf viele Jahre Ökumene zurückschauen kann. Er betonte die gute Zusammenarbeit - nicht nur in der Kirchlichen Sozialstation - und die reiche gelebte Ökumene, die trotz anfänglicher Ressentiments im letzten Dreivierteljahrhundert entstanden und heute fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in Langensteinbach ist.

Den Übergang zum Sommerfest gestaltete die Pop-Band der Kirchengemeinde schwungvoll mit einem bunten Mix aus Soul, Kirchenliedern und Poptiteln. Gerne bedienten sich die Gäste am reichhaltigen Salatbuffet, ließen sich Leckereien vom Grill schmecken und feierten bei guten und lebhaften Gesprächen ein Fest, das bis weit in den Nachmittag ging und wiederum ein buntes Bild in den Pfarrgarten zauberte.

Ein so schönes Mosaik kann nur entstehen, wenn viele Menschen ihre Steinchen dazulegen. Unser Dank gilt jeder helfenden Hand, die in der Vorbereitung und Durchführung mit angepackt hat: in der Kirche, in der Küche, bei der Technik, bei der Vorbereitung des Gottesdienstes und des Festes, in den verschiedenen musikalischen Gruppen, beim Aufräumen und Putzen. Herzlichen Dank allen Salat- und Kuchenspendenden. Ein herzliches Vergelt‘s Gott Herrn Pfarrer Torsten Ret für den berührenden Gottesdienst, dem Organisten Prof. Norbert Höptner als Initiator der Veranstaltungen rund um das Orgeljubiläum und der Leitung verschiedener musikalischer Gruppen, den Kindern, Eltern und Erzieherinnen des St. Franziskus Kindergartens für ihre Mitgestaltung, Herrn Bürgermeister Kornmüller und Herrn Dr. Maier für ihre Grußworte, allen geladenen Ehrengästen für ihr Engagement in der Gestaltung unserer Kirchengemeinde und allen Mitfeiernden für ihren Beitrag zu diesem bunten Fest.

Fotos: Mirjam Bartberger