Wirtschafts News | 28.07.2026
Wer in diesen Tagen die Siemensstraße 22 in Langensteinbach betritt, taucht in völlig neue Welten ein: Aus dem ehemaligen Spielzeuggeschäft „Pandi“ ist auf 670 Quadratmetern die hochmoderne Virtual-Reality-Erlebniswelt „oaaz“ entstanden. Bürgermeister Björn Kornmüller und Wirtschaftsförderer Tobias Brehm besuchten den Gründer Hanniel Schmidt vor Ort, um sich ein Bild von dem außergewöhnlichen Freizeitangebot zu machen, das in Süddeutschland seinesgleichen sucht.
Es war ein gewaltiges Stück Arbeit, das die neuen Mieter in den vergangenen Monaten gestemmt haben. Wo früher Regale voller Spielwaren standen, blinkt heute modernste Computertechnik. Mit enormem Aufwand und viel handwerklichem Geschick wurde die Location von Grund auf modernisiert und in ein Mekka für Virtual Reality (VR) verwandelt. Aus einem kleinen VR-Escape-Room, der 2023 mit rund 70 Quadratmetern im Kurfürstenbad startete, ist nun ein großflächiges Erlebniszentrum geworden.
Inspiriert von Steven Spielberg: Die eigene „Oasis“ in Karlsbad
Die Inspiration für das ehrgeizige Projekt lieferte Hollywood. Der Name „oaaz“ leitet sich vom englischen Wort „oasis“ ab – jener faszinierenden virtuellen Welt aus dem Steven-Spielberg-Blockbuster Ready Player One.
„Die Idee war, einen Ort zu schaffen, der Menschen wieder zusammenbringt, damit sie gemeinsam etwas erleben können“, erklärt Gründer Hanniel Schmidt beim Rundgang durch die abgedunkelten, atmosphärisch beleuchteten Spielflächen. Was als Überlegung für ein Café mit seiner Tochter Lara begann, mündete nach einem eigenen VR-Erlebnis in Norddeutschland schnell in der Vision einer großen, lokalen VR-Welt ohne lange Anfahrtswege für die Gäste.
Vier Erlebnisfelder für Action, Rätsel und Teamgeist
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aktuell können bis zu 23 Gamer gleichzeitig in unterschiedlichste virtuelle Dimensionen abtauchen – künftig soll die Kapazität sogar auf 32 Spieler steigen. Das Angebot reicht dabei weit über das Aufsetzen einer einfachen VR-Brille hinaus.
Besonders beeindruckend ist der „TrueVR“-Bereich mit 4D-Effekten, der die Königsklasse der virtuellen Realität darstellt. Hier verschmelzen digitale und echte Welt: Gegenstände, die in der VR-Brille zu sehen sind, können physisch berührt und gegriffen werden. Ob man nach den Erfindungen von Nikola Tesla sucht oder sich gegen Infizierte verteidigt – die Illusion ist nahezu perfekt. Wer es sportlicher mag, ist in der „GenZone“ richtig. Auf einer Freifläche von der Größe acht aneinandergereihter Wohnzimmer treten Teams virtuell gegeneinander an – vergleichbar mit einer modernen, rasanten Variante von Lasertag. Für Familien und jüngere Gäste (ab acht Jahren) gibt es gewaltfreie, lustige Teamspiele, bei denen beispielsweise virtuelle Burger gebraten oder Bonbons gegen diebische Spielsachen verteidigt werden müssen.
Ob Kindergeburtstag, Junggesellenabschied, Firmen-Event oder ein Ausflug mit Freunden – das „oaaz“ richtet sich an alle Altersgruppen und bietet dank Sitz-Erlebnissen auch barrierefreien Spielspaß für Rollstuhlfahrer.
Beeindruckende Umnutzung eines Traditionsgebäudes
Bürgermeister Björn Kornmüller zeigte sich nach dem Selbsttest der Technologie begeistert von der Innovationskraft des neuen Karlsbader Unternehmens: „Ich bin sehr beeindruckt, wie das ehemalige Pandi-Gebäude hier umgenutzt und mit wie viel Herzblut es umgebaut wurde. Herr Schmidt und sein Team haben enorm viel Arbeit in die Modernisierung gesteckt. Es ist großartig zu sehen, dass wir in Karlsbad nun ein solch außergewöhnliches und hochmodernes Freizeitangebot haben, das Besucher aus der gesamten Region anziehen wird. Für unseren Standort ist das ‚oaaz‘ eine tolle Bereicherung.“
oaaz VR-Erlebniswelt:

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