Heimatverein Karlsbad | 14.09.2026
Nicht nur Hobbynäherinnen und -näher ließen sich am Tag des offenen Denkmals ins Karlsbader Heimatmuseum in Ittersbach locken. Der Heimatverein präsentierte dort mehr als 30 historische Nähmaschinen – einige davon über 100 Jahre alt.
Mit der Reparatur der Nähmaschine seiner Oma fing für Josef Fakesch alles an. Als Autodidakt auf dem Gebiet der Feinmechanik restaurierte er über viele Jahre seine Sammlung mit viel Geduld und Liebe zum Detail – und brachte die historischen Maschinen wieder zum Laufen.
Ohne den Faden zu verlieren, erfuhren die Besucher, dass die Nähmaschine keineswegs nur einen „Vater“ hatte. Ihre Erfindung und Entwicklung waren ein langwieriger Prozess, der die Gesellschaft und die Wirtschaft nachhaltig veränderte. Und es beißt die Maus keinen Faden ab: Das nahegelegene Karlsruhe war einst ein bedeutendes Zentrum der deutschen Nähmaschinenindustrie.
In Kurzporträts stellte der Heimatverein die ehemaligen Karlsruher Fabriken Haid & Neu, Junker & Ruh, Gritzner, PFAFF und Singer vor. Auch Bewohner der heutigen Gemeinde Karlsbad fanden dort einst Arbeit.
Verflixt und zugenäht – Sie haben die Ausstellung verpasst? Keine Sorge: Wir lassen Sie nicht im Stich! Wer die historischen Nähmaschinen noch sehen und ein Stück Industriegeschichte entdecken möchte, hat am Sonntag, 4. Oktober 2026, noch einmal Gelegenheit dazu im Heimatmuseum.

