Moment mal | 14.09.2026
Sich sorgen und für etwas sorgen – beides gehört zum Alltag. Sorgen können entstehen, wenn etwas ungewiss ist. Wir sorgen für etwas, wenn wir uns kümmern. Wie wir mit Sorgen umgehen, kann unterschiedlich sein. Bei manchem, was Sorgen bereitet, können wir selbst aktiv werden und etwas tun. Doch es gibt auch Sorgen, bei denen wir merken: Wir haben nicht alles selbst in der Hand. Es gibt Dinge, die sich unserem Einfluss entziehen.
Der Wochenspruch aus dem 1. Petrusbrief sagt: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7) In eine ähnliche Richtung gehen Jesu Worte in der Bergpredigt (Matthäus 6,25-34). Der Blick wird auf die Vögel am Himmel und die Blumen auf dem Feld gelenkt. An ihnen kann Gottes Fürsorge sichtbar werden. Auch im Wochenspruch wird von der Fürsorge Gottes gesprochen.
Der Wochenspruch lädt dazu ein, die Sorgen bei Gott abzulegen. Das heißt nicht unbedingt, dass sich jedes Problem in Luft auflöst. Es kann bedeuten: Wir müssen nicht alles allein stemmen. Wir können tun, was uns möglich ist – zugleich dürfen wir Gott auch das anvertrauen, was wir nicht selbst in der Hand haben.
Gibt es etwas, das Sie gerade beschäftigt und das Sie Gott anvertrauen möchten?
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)
Dorothea Schulz, Pfarrerin (Evang. Kirchengemeinde Ittersbach)