Moment mal | 22.09.2026
In den letzten Wochen hatte ich verschiedene Telefongespräche mit Menschen, die ich noch gar nicht so besonders gut kenne. Und plötzlich war da eine Vertrautheit. Wir sprachen über dies und das, über Gott und die Welt, über das Leben und den Tod. Und es fühlte sich an, als hätten wir schon eine lange Wegstrecke miteinander zurückgelegt und Vieles miteinander erlebt und geteilt.
Das ist für mich ein Grund für eine große Dankbarkeit.
Wir leben doch ganz elementar von Beziehungen. Beziehungen zu unserer Umwelt, zu anderen Menschen und zu unserem Gott. Erst in solchem Miteinander entwickeln wir unsere eigene Persönlichkeit, werden wir zu den Menschen, die wir sind.
Am kommenden Sonntag feiern wir Erntedankfest. Mit vielfältigen Lebensmitteln und Blumen schmücken wir den Altarraum und freuen uns daran. Wir danken Gott für all das, was in unseren Gärten und auf unseren Feldern wächst und uns ernährt. Ich möchte dem alle Gaben, die in mir angelegt sind und sich entwickeln dürfen, hinzufügen. Und all die geglückten und froh machenden Begegnungen mit Menschen, die meiner Seele gut tun. (Und die nicht so geglückten Begegnungen kann ich auch dazu legen mit der Bitte, dass da auch noch Gutes wachsen kann.)
Wir haben so viel Grund, Gott dankbar zu sein.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn. (Evangelisches Gesangbuch 508)
Seien Sie herzlich gegrüßt
Reinhild Prautzsch, Pfarrerin im Ehrenamt, Langensteinbach