TSV Auerbach | 27.09.2026
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VfB Grötzingen – TSV Auerbach 4:1 (2:1)
Schlappe beim Tabellenletzten
Schwer in Worte zu fassen, was sich am Sonntagnachmittag an der Bruchwaldstraße in Grötzingen zugetragen hat. Der TSV lieferte beim bisherigen Tabellenschlusslicht leider keine gute Leistung ab und unterlag schlussendlich verdient. Um den Auftritt des Unparteiischen hüllen wir jedoch lieber den Mantel des Schweigens. Nur so viel sei gesagt: Auch seine Leistung sorgte für reichlich Unverständnis auf Auerbacher Seite. Mehrere potentiell spielentscheidende Szenen prägten das Geschehen, darunter ein nicht gegebener Elfmeter, eine Gelbe statt einer Roten Karte nach einer klaren Notbremse sowie ein aus unserer Sicht völlig unverständlicher Eckball, aus dem das 4:1 resultierte. Dennoch muss sich die Bernecker-Elf an die eigene Nase fassen, um zu ergründen, warum sie das Spiel nach der frühen Führung durch Felix Rapp (10.) vollkommen unnötig aus der Hand gegeben hat. Bereits zuvor hätten Kapitän Balzer (7.) und Marcel Baier (8.) ihre Farben in Front bringen können, trafen jedoch jeweils die falsche Entscheidung. So netzte Rapp per Abstauber nach einem Balzer-Freistoß und sorgte für das 0:1. Eine weitere gute Möglichkeit vergab Nils Schraud, der sich über rechts in die Mitte durchtankte und knapp am Pfosten vorbeizielte (17.). Die erste Torannäherung des VfB vereitelte Balzer, der nach einer Ecke goldrichtig stand und auf der Linie angeköpft wurde (19.). Mit einem schönen Böhm-Kopfball nach platzierter Flanke von links stellte Grötzingen in Minute 22 den überraschenden Ausgleich her. Nun war der TSV ziemlich geschockt und konnte sein Spiel nicht mehr richtig aufziehen. Fuchs parierte einen Freistoß von der Sechzehnerkante, doch bei der nachfolgenden kurz ausgespielten Ecke brachten die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone und es stand 2:1 (29.). Mit näherndem Pausenpfiff waren bei brütender Hitze auf dem Grötzinger Kunstrasen dann wenige Torraumszenen zu bestaunen, bis es zu der potentiellen Elfmetersituation kam (40.). Der Schiedsrichter entschied stattdessen sogar auf Abstoß, was wütende Proteste der Auerbacher zur Folge hatte. Erst das unaufgeforderte Eingeständnis des Grötzingers – danke an dieser Stelle an den VfB für das Fair Play – führte dazu, dass der TSV zumindest eine Ecke zugesprochen bekam. Diese brachte nichts mehr ein und so ging es mit dem 2:1 in die Halbzeitpause.
Nach Wiederanpfiff war der VfB zunächst agiler und hätte fast von einem Fehler im Aufbauspiel profitiert, doch die Situation konnte vor der Linie bereinigt werden (48.). Baier wurde in der Folge in zweifelhafter Abseitsposition zurückgepfiffen (51.), danach folgte die angesprochene Notbremse (53.), in deren Folge Rapp den fälligen Freistoß rechts neben den Pfosten setzte. Ein Platzverweis und damit ein Spielen in Überzahl hätten dem TSV sicherlich eine andere Ausgangslage beschert. Ob und wie sich das Spiel dadurch entwickelt hätte, lässt sich jetzt natürlich nicht mehr beurteilen. So fiel weiterhin 11 gegen 11 der nächste Gegentreffer, den man wohl als klassischen Sonntagsschuss bezeichnen kann (58.). Damit war eigentlich schon klar, wer die Punkte in diesem Spiel eintüten würde. Zwar versuchte sich der TSV an der Ergebniskorrektur, wirklich zwingend wurde es allerdings nur selten und die Abschlüsse von Nolte (77.), Balzer und Bernecker nacheinander in einer Situation (81.) sowie Balzer in der Schlussminute führten nicht zum Erfolg. Hinten konnte man sich bei Fuchs bedanken, der in den direkten Duellen gegen Rappold (61.) und den eingewechselten Özer (77.) jeweils Sieger blieb. Nur eine Randnotiz, dass nach der absolut unverständlichen Eckballentscheidung, bei der kein Auerbacher weit und breit in der Nähe des Balles war, mal wieder per Eigentor der Endstand von 4:1 besiegelt wurde (84.). Unabhängig von der Schiri-Leistung sollte sich die TSV-Elf aber Auftritte wie diese nicht mehr allzu oft leisten, wenn sie den Tabellenkeller schnellstmöglich verlassen will.
FV Sulzbach – TSV Auerbach II 4:0 (2:0)
Reserve unterliegt ebenfalls
Wie die erste musste auch unsere zweite Mannschaft beim bisherigen Tabellenletzten eine verdiente Niederlage einstecken. Der holprige Untergrund tat sein Übriges und so musste Michael Kronenwett schon nach dem Aufwärmen verletzungsbedingt passen. Die Heimelf brachte es im Gegensatz zur TSV-Reserve dennoch zustande, einige schöne Spielzüge auf den Platz zu bringen und behielt die Punkte so verdient zuhause. Leider konnte die Balzer-Elf zu keinem Zeitpunkt an die kämpferischen Leistungen aus den vergangenen Wochen anknüpfen. Ein nicht geahndetes Foul im Mittelfeld an Bonavia eröffnete dem FV die Chance zur Führung, die Serhane nach einem Schnittstellenpass eiskalt nutzte (20.). Kurze Zeit später resultierte aus einem abgewehrten Eckball das 2:0, das Sejdija per Traumtor in den Winkel besorgte (30.). Den Auerbacher Offensivbemühungen fehlte die letzte Zielstrebigkeit und so musste man sich in der Halbzeit die Frage stellen, wie gut der gegnerische Torhüter überhaupt war, weil man ihn bisher nicht einmal geprüft hatte.
In der zweiten Hälfte intensivierte die TSV-Elf ihr Spiel nach vorne, doch ein Seidl-Kopfball nach Pitz-Flanke brachte ebenso wenig Ertrag wie ein Abschluss von Bossert nach Vorarbeit von Bonavia. Bitter waren die beiden letzten Gegentore (89./93.) kurz vor Schluss nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung sowie einem weiteren abgewehrten Eckball. Trotz ihrer beiden punktlosen bisherigen Auftritte glänzten die Gastgeber durch individuelle offensive Qualität, vor allem ihres Dreierpackers Serhane. Unsere Reserve reist also mit leeren Händen nach Hause und wird wieder eine Schippe drauflegen müssen, um weitere Zähler einzufahren.
Vorschau
Sonntag, 04.10.2026
13 Uhr: TSV Auerbach II – SpG Grünwettersbach/Stupferich II
15 Uhr: TSV Auerbach – FC Viktoria Jöhlingen
Aus unserer Jugendabteilung
B-Jugend
1. Pokalrunde JSG Auerbach/Spielberg/Ittersbach – SpVgg Durlach-Aue 0:6 (0:3)
In der ersten Pokalrunde traf unsere Mannschaft auf ein starkes Team aus Durlach-Aue. Nach der Niederlage zum Saisonauftakt zeigte das Team eine tolle Reaktion und präsentierte sich von Beginn an kämpferisch, geschlossen und deutlich verbessert. Besonders im Defensivverhalten war eine klare Entwicklung zu erkennen: Es wurde als Mannschaft verteidigt, gegenseitig unterstützt und um jeden Ball gekämpft. Durlach-Aue stellte uns mit seiner Qualität vor anspruchsvolle Aufgaben, doch unser Team hielt dagegen und ließ sich auch in schwierigen Phasen nicht hängen. Neben der engagierten Abwehrarbeit gab es auch nach vorne immer wieder gute Ansätze. Mit mutigen Aktionen und ersten spielerischen Lösungen konnte die Mannschaft offensive Akzente setzen und zeigen, dass sie nicht nur verteidigen, sondern auch selbst gefährlich werden kann. Auch wenn am Ende noch nicht das gewünschte Erfolgserlebnis stand, war diese Leistung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Auf diesem Einsatz, dem Zusammenhalt und den gezeigten spielerischen Ansätzen lässt sich aufbauen. Wenn die Mannschaft weiterhin so geschlossen auftritt, wird der erste Erfolg nicht mehr lange auf sich warten lassen.
JSG Bergdörfer – JSG Auerbach/Spielberg/Ittersbach 10:1 (4:1)
Unsere Mannschaft musste sich auswärts der JSG Bergdörfer deutlich geschlagen geben. Die Niederlage war am Ende verdient, fiel jedoch insbesondere aufgrund einer Kopfverletzung von René besonders bitter aus. Bereits in der ersten Halbzeit fanden wir nur schwer in die Partie. Nach einem frühen Rückstand gelang Marcel zunächst der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1. Dieser Treffer gab allerdings nicht den erhofften Schwung. Stattdessen fehlten über weite Strecken die nötige Laufbereitschaft, Konsequenz in den Zweikämpfen und die geschlossene Defensivarbeit. Die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und zogen bis zur Pause auf 4:1 davon. Auch nach dem Seitenwechsel gelang es nicht, das Spiel noch einmal zu drehen. Anstatt mit mehr Energie und Überzeugung aufzutreten, ergab sich die Mannschaft zunehmend ihrem Schicksal. Die JSG Bergdörfer blieb entschlossener, gewann die entscheidenden Duelle und baute ihren Vorsprung weiter aus. So entwickelte sich in der zweiten Halbzeit eine deutliche Niederlage. Überschattet wurde das Ergebnis durch die Kopfverletzung von René. Ihm wünschen wir eine schnelle Genesung. Für die kommenden Spiele muss die Mannschaft die richtige Antwort auf dem Platz geben: mehr Einsatz, mehr Laufarbeit und deutlich mehr Bereitschaft, die Zweikämpfe gemeinsam anzunehmen.
