BUND Ortsverband Mittleres Albtal | 08.10.2026
Die Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax) ist eine der hierzulande häufigsten Schwebfliegenarten (Syrphidae). Die bis zu 14 mm große Fliege ist wie viele ihrer Familienvertreter an ihrer auffälligen Mimikry zu erkennen. So ähnelt sie in Färbung und Muster den wehrhaften Honigbienen, obwohl sie selbst völlig harmlos ist. Dadurch schreckt sie potenzielle Fressfeinde zumindest auf den ersten Blick ab.

Eine einfache Beute sind Schwebfliegen aber im Allgemeinen nicht. Aufgrund ihres akrobatischen Schwirrfluges mit teilweise bis zu 300 Flügelschlägen pro Sekunde sind die kleinen Insekten sehr schnell und wendig. Darüber hinaus haben sie mit ihren Facettenaugen auch ein überaus gutes optisches Sehvermögen, mit dem sie Feinde und Futterquellen effizient ausfindig machen können.
Die Gemeine Keilfleckschwebfliege fliegt teilweise von Februar bis November. Sie lebt vorzugsweise im Wald oder an Waldrändern, ist aber auch auf Wiesen oder in Gärten anzutreffen. Im Herbst findet man sie oft noch an spätblühenden Pflanzen wie etwa dem Efeu oder der Goldrute. Die erwachsenen Tiere fressen dort Pollen und Nektar. Neben Bienen, Käfern und Schmetterlingen tragen auch Fliegen maßgeblich zur Bestäubung von Blüten bei. Somit haben sie auch für uns eine wichtige Rolle hinsichtlich der Produktion vom Obst- und Gemüse.
Ihre Eier legen die auffälligen Fluginsekten vorzugsweise in nährstoffreiche, stehende, schlammige Gewässer wie Gartenteiche oder Waldtümpel. Die Larven leben aquatisch und ernähren sich von verrottendem Pflanzenmaterial im Wasser. Ähnlich wie Schmetterlingsraupen durchlaufen die Larven nach der Verpuppung auch eine Metamorphose hin zur adulten Fliege.
Möchte man Schwebfliegen in den eigenen Garten oder auf den Balkon locken, so sollte man vor allem heimische Doldenblütler wie Wilde Möhre oder Engelwurz pflanzen. Sträucher wie Vogelbeere und Weißdorn werden ebenfalls gerne besucht.