Redaktionelle Berichte | 13.10.2026
Vorsorge für Notfälle an Bedarfsstellen im Gemeindegebiet gesichert
„Wir besitzen jetzt weitere fünf mobile Stromerzeuger auf Anhängerfahrgestell. Dies ist ein zusätzlicher, bedeutender Schritt bezüglich unserer kommunalen Notfallvorsorge“, so Bürgermeister Björn Kornmüller beim Einweisungstermin am Samstag, 10. Oktober. Die Stromerzeuger können bei Bedarf mobil und variabel an den notwendigen Stellen eingesetzt werden. In Krisensituationen - zum Beispiel Blackout - sorgen sie für Strom außerhalb der Feuerwehrhäuser-Notfalltreffpunkte. Solche Orte können unter anderem Schulen, Kindergärten, Altenheime und so weiter sein. Untergebracht sind die mobilen Stromerzeuger an einem zentralen, gemieteten Standort. Nach dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses Langensteinbach können dort zwei der mobilen Großaggregate abgestellt werden. Der Gemeinderat vergab im März den Beschaffungsauftrag im Volumen von ungefähr 298.100 Euro an die Firma Bastian Feuerwehrtechnik GmbH in Karlsruhe. Ein weiteres Thema beim Einweisungstermin war das Betanken der Stromerzeuger mit der mobilen Tankstelle. Damit bevorratet die Gemeinde rd. 2.000 Liter HVO-100-Diesel, der lange haltbar ist.
Feuerwehrhäuser als Notfalltreffpunkte
In Karlsbad sind schon Anfang des Jahres vier mobile Stromerzeuger für die Notstromversorgung in den Feuerwehrhäusern beschafft worden. Für das Feuerwehrhaus Ittersbach steht ein solcher schon seit 2022 zur Verfügung. Die Geräte dienen dazu, die Feuerwehrhäuser bei Stromausfällen weiter betreiben zu können. Die notwendigen Arbeiten zur Einspeisung der Feuerwehrhäuser mittels dieser Stromerzeuger werden derzeit ausgeführt. In den Feuerwehrhäusern können dann auch die Notfalltreffpunkte für die Bürger/innen eingerichtet werden. Bei dem Termin am 10. Oktober erhielten die anwesenden Feuerwehrabteilungen die einheitlichen Sets für diese Notfalltreffpunkte. Dazu zählen im Wesentlichen Funktionswesten, Handscheinwerfer, Arbeitsleuchten, Stirnlampen, Megafon, Erste-Hilfe-Box und DAB-Radio sowie weitere Dinge zur Organisation der Abläufe. Die Notfalltreffpunkte – Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen – werden, nachdem die notwendigen örtlichen Vorbereitungen abgeschlossen sind, in Kürze in Betrieb genommen.
Umfassende Notfallvorsorge
Basis der kommunalen Beschaffungen ist unter anderem auch ein technisches Versorgungskonzept. Dieses wurde zusammen mit der rbs-Wave (Ettlingen) entwickelt. Untersucht wurden die Bereiche Strom- und Wärmeversorgung einzelner Gebäude. Darüber hinaus die Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, Kommunikation und Kraftstoffversorgung. Die Einrichtungen sollen im Krisenfall mindestens drei Tage handlungsfähig sein. Dazu zählen beispielsweise Verwaltung und Feuerwehr.
Vergabe der weiteren Notstromversorgung
Im Juli 2026 vergab der Gemeinderat außerdem einen Auftrag über rund 498.000 Euro für die Notstromversorgung im Bereich des Schulzentrums Karlsbad sowie des Hallenkomplexes beim Sportzentrums. Eingebunden ist dabei auch das Neue Rathaus mit der dort zu installierenden Photovoltaikanlage. An die Ingenieurgesellschaft Jergler in Rheinstetten wurde die Planung und Überwachung der Ausführung dieses Projektes beauftragt.
Weitere Informationen für die Bevölkerung
Auf der Homepage der Gemeinde unter https://www.karlsbad.de/bevoelkerungsschutz finden Sie weitere wichtige Infos. So auch den Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophen (BBK), der Vorbereitungs- und Handlungsempfehlungen für verschiedene Notsituationen zusammenfasst.
