BUND Ortsverband Mittleres Albtal

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BUND Ortsverband Mittleres Albtal | 19.10.2026

Garten naturnah winterfest machen (1)

In vielen Gärten wird der Herbst als Zeit des Aufräumens und der Vorbereitung auf den Winter gesehen. Doch was bedeutet es wirklich, den Garten „winterfest“ zu machen? Häufig werden Blätter, Äste und verblühte Pflanzen als Abfall betrachtet, die schnell entsorgt werden müssen. Dabei ist genau dieses Naturmaterial von unschätzbarem Wert für zahlreiche Tierarten. Ein „sauberer“ Garten im klassischen Sinne mag ordentlich wirken, aber er beraubt viele Lebewesen ihrer Lebensgrundlage.

Stattdessen lohnt es sich, den Garten in den kälteren Monaten bewusst der Natur zu überlassen. Indem man Laub, Zweige und Pflanzenreste im Garten belässt, schafft man ein Refugium für Vögel, Insekten und andere Tiere. Der folgende Leitfaden zeigt, wie man mit einfachen Maßnahmen den Garten in ein wahres Paradies für die Natur verwandeln kann – ohne großen Aufwand und mit viel Rücksicht auf unsere heimische Tierwelt.

1. Reisighaufen und Totholzhecken anlegen
Das Schnittgut und anderes Totholz aus dem eigenen Garten sollte niemals verbrannt werden. Es gehört auch nicht in den Grünschnitt, denn alle Biomasse im Garten ist wertvoller Dünger und Lebensraum, die im Kreislauf des Gartens verbleiben sollte.

Äste und Zweige, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen, können einfach in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden. Darauf kann zusätzlich altes Laub geschichtet werden. Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Auch Kröten oder Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung.

2. Laub verwerten
Herabfallendes Laub muss von einigen Stellen im Garten entfernt werden: Vor allem von Rasenflächen, da das Gras darunter faulen kann. Auch immergrüne Stauden können unter einer zu dicken Schicht von Blättern leiden.

Der BUND rät dabei dringend, zu Rechen und Harke zu greifen, anstatt zu motorisierten Laubbläsern bzw. Laubsaugern. Mit diesen schaden Sie der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit.

Ansonsten aber lohnt es sich, das Laub auf Beeten und unter Hecken liegenzulassen oder bewusst dorthin zu bringen. Dort ist es ein Winterschutz für empfindliche Pflanzen sowie ein Material voller wichtiger Nährstoffe, das vielen Tieren als Nahrung dienen und zur Humusbildung der Böden beitragen kann.

Fortsetzung folgt!

Dieser Text ist ein Auszug aus einem BUND-Tipp. Den vollständigen Artikel mit vielen weiteren Tipps und Anregungen finden Sie auf der BUND-Homepage unter https://www.bund.net/bund-tipps/